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Zur Baugeschichte der Kirche

 

Im östlich gelegenen Chorraum (Altarraum) sind romanische Mauerreste vorhanden, die darauf hinweisen, dass dort bereits im 12. Jh. eine Kirche errichtet wurde. In einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1924 über die innen neu gefärbelte Kirche steht: „Da nun mögen sich die Mitterkirchner erst recht von Herzen freuen, denn was ihre Urväter im Jahre 1082 (!) erbaut haben, das haben sie bis heute erhalten und jetzt in einem schönen Schmuck, in einem Festschmuck gekleidet“. Woher diese Jahreszahl (1082) kommt, konnte bislang nicht festgestellt werden. 

Das Kirchengebäude in seiner jetzigen Grundform wurde in der Zeit der Spätgotik in der zweiten Hälfte des 15. Jh. errichtet. Beim Bau wurden Sandsteinquader verwendet, die vom Gassoldinger Steinbruch in Baumgartenberg stammen dürften.

In den Jahren 1964/65 erfolgte unter Pfarrer Josef Grafeneder nach Plänen von Anton Zeman aus Freistadt die Kirchenerweiterung  nach Westen, der nördliche Anbau (Portalvorhalle, Tauf- und Beichtkapelle) und die Neueinrichtung und Neugestaltung des Kircheninneren nach den Vorgaben und Richtlinien des II. Vatikanischen Konzils.

 

 

 

 

Nach den Hochwasserschäden des Jahres 2002 wurde in den Jahren 2003/04 die Kirche neu gestaltet und eingerichtet. Der Kirchenbaukünstler Mag. Leo Zogmayr aus Krems hatte den österreichweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gewonnen. Nach dessen Plänen erfolgte unter Mitwirkung des Wiener Architekten Dipl. Arch. Thomas Pauli die Neugestaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche hat eine Außenlänge von 37,15 m, eine Außenbreite von 23,23 m, die Firsthöhe beträgt im Chorraum 16,46 m und im Langhaus 20,58 m und der Turm mit dem Turmkreuz hat eine Höhe von 36,51 m.

Wiederholt wurde die Pfarrkirche bei Hochwasser überflutet. Nachgewiesen sind Überflutungen in den Jahren 1501, 1787, 1897, 1899, 1954 und zuletzt im August 2002, wo das Wasser in der Kirche 160 cm hoch stand. Im Mauerwerk und an der großteils aus Holz bestehenden Einrichtung entstanden durch das Hochwasser immer wieder Schäden, die wiederholt Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten erforderlich machten.

 

 

 

 

 

 

Bis ins 16. Jh. war die Kirche spätgotisch ausgestattet. Im 17. Jh. erhielt die Kirche barocke Altäre und 1896 wurde die Kirche, dem damaligen Zeitgeist entsprechend neugotisch (Altäre, Glasfenster) eingerichtet. Bei der Erweiterung und Neugestaltung in den Jahren 1964/65 wurden die neugotischen Altäre entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergänzung zum Äußeren der Kirche

 

 

Die gotischen Bauteile sind mit Sockeln und Strebepfeilern versehen. Am Langhaus befinden sich zweibahnige Spitzbogenfenster, teilweise mit Maßwerk und im Chorraum zwei- und dreibahnige Maßwerkfenster. Über dem Langhaus ist ein Schopfwalmdach und über dem Chor ein niedrigeres Walmdach. Der Dachstuhl über dem Chor (Altarraum) ist ein stehender spätgotischer Sparrendachstuhl. Der Turm ist dreizonig und mit einem Spitzhelm aus dem 19 Jh. versehen. Bei der Sakristeiaußentür wurde 1964 das ehemalige spätgotische profilierte Spitzbogenportal aus dem 16. Jh. vom Nordportal (Haupteingang) eingebaut.

 

Ergänzung zum Inneren der Kirche

 

Die Empore ist 3-schiffig und 2-jochig, die Stirnwand  mit spätgotischen profilierten Spitzbogenarkaden versehen und an der Brüstung findet sich ein bemerkenswertes vorgeblendetes Dreipass-Maßwerk. Der spitzbogige Triumphbogen zum Chorraum ist stark profiliert. Das ehemalige Südportal der Kirche, ein spätgotisches profiliertes Rundbogenportal aus dem 16 Jh. wurde 1965 als Eingangstür zur Empore mit den anschließenden Sockelteilen versetzt. Der an der Südseite des Altarraumes befindliche Eingang in die Sakristei besteht aus einem profilierten spitzbogigen Portal. Bei der Neugestaltung 2003/04 wurde über dem Sakristeieingang ein gefasstes Spitzbogenportal freigelegt, vermutlich handelt es sich um einen ehemaligen Zugang zu einer Chorempore, und als Nische neu gestaltet.

 
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